Ich behaupte: Der Mensch braucht eigentlich keine Zielmodelle!

Wenn wir uns zurückerinnern, wie wir als Kind waren, konnten wir leicht und spielerisch und ohne viel nachzudenken, fast alles erlernen. Wir brauchten kein Modell um Laufen oder Sprechen zu lernen. Begrenzungen von „Das ist nicht möglich“ waren nicht vorhanden. Rad fahren lernen – kein Problem. 3 Sprachen in kürzester Zeit erlernen – kein Problem. Auch das „Loser-System“ war noch nicht vorhanden. 70 Mal beim Versuch aufzustehen hingefallen – trotzdem weitergemacht. Alles schien möglich zu sein und so war es auch.

Doch was hat sich mit dem Erwachsen werden verändert, dass sich unser Denken gedreht hat?

Im Alter von ca 2 Jahren bekamen wir ein „Ich-Bewusstsein“ – „Ich-bin-Bewusstsein“. In diesem Moment kamen wir das erste Mal in den Kontakt von Fülle, Mangel und Glaubenssätze. Wir fingen an unser Umfeld bewusst zu bewerten und das war auch der Moment, in dem wir langsam begonnen haben zu vergessen, wie leicht es ist, aus uns heraus und mit viel Spaß und Freude alle Ziele zu erreichen.

Im Erwachsenenalter ist es dann leider so weit gekommen, dass wir dieses Urvertrauen fast vergessen haben. Aus diesem Grund haben wir uns Zielmodelle – „Krücken fürs Leben“ – geschaffen, um uns wieder bewusst zu machen, was wir in unserem Leben wollen. Doch warum funktionieren diese so oft nicht?

Weil folgende ausschlaggebende Punkte oft vergessen werden:

– Mache Dein Ziel und Dein Ergebnis klar und finde das passende Gefühl dazu

– Mache es unabhängig von anderen

– Tauche ein mit all deinen Sinnen

– Mache einen Öko-Check (was gewinnst und verlierst Du, wenn Du Dein Ziel erreicht hast)

– Mache es für Dich so attraktiv, dass Du die Anziehung förmlich spürst

– Kläre für Dich Dein „Warum“ – was macht es so wichtig, dass Du es erreichen willst

 

Und jetzt kommt’s:

Was können wir von Sex lernen, wenn es um das Thema Ziele geht?

 

Wenn Du Dir bewusst gemacht hast, wo Du heute stehst und wo Du hinwillst, dann ist der Weg das Ziel! Denn wenn Dir der Prozess – also die Schritte die Du tun darfst, um Dein Ziel zu erreichen – keinen Spaß macht, dann wird es schier unmöglich sein zum Ergebnis zu gelangen. Gute Beispiele dafür sind Abnehmen und Geld verdienen.

Mache den Weg zu einem Erlebnis und alles wird Dir kinderleicht fallen! Das Ergebnis von Sex sollte natürlich viel Freude in sich tragen, aber worauf freuen wir uns am meisten? Auf das Ziel von Sex oder den Prozess, also das machen?

Deshalb denke immer daran: wenn Du Dir Deine Ziele im Leben klar machst und Dir erlaubst, das Ergebnis wahrzunehmen, dann überlege Dir genau, was Du tun kannst, damit Dir der Prozess, der Weg zum Ziel, Spaß und Freude macht – wie beim Sex. Dann wird Dich nichts mehr halten können!

Hier ein kurzes Video zum Thema „Was hat Sex mit Zielen zu tun“: www.youtube.com (Quelle: letztes K.I. vs. Ziele Seminar in München)

Viel Spaß beim TUN;)

Euer
Denys Scharnweber